© copyright 2007-2017 Klettern- Sarcatal Links    Über uns    Impressum   Kontakt Existiert im Berg eine Seele? Jeder Alpinist weiß genau und zweifelsfrei, dass sich jeder Berg von einem anderen unterscheidet und eine Verschiedenheit zeigt. Einige Türme sind schlank und steil, andere zeigen ein schweres Massiv. Der Granit mit seiner rauen Oberfläche schenkt eine andere Empfindung als der glatte Kalk. Die Reflexion des Lichtes auf dem Fels ist unterschiedlich und drückt eine besondere Atmosphäre aus. Mit diesen Erfahrungen und Beobachtungen des Alpinisten kann man die Hypothese aufstellen, dass jeder Berg eine individuelle Seele besitzt. Im Allgemeinen ist diese Hypothese richtig. Genau genommen ist es so, dass eine Seele zu einem menschlichen Wesen gehört, aus diesem Grund gibt es verschiedene Entwicklungen in der Menschheit. In der Mitte des Berges existiert keine lebendige Seele, jedoch existiert ein besonderes Wesen. Was ist dieses Wesen im Berg? Auf jeden Fall ist es nicht nur seine Höhe oder sein Name. Ein Wesen kennzeichnet und umschreibt die gesamte Beschaffenheit, alle Formen, die Steilheit, die Farbe, die Vegetation, die Felsqualität und die Lage des Berges. Man kann sagen, dass dieses Wesen die Charakteristik zeigt. Der Berg ist ein Wesen geworden mit verschiedenen zur Ruhe gekommenen, klaren und spezifischen Eigenschaften. Im Herzen des Bergsteigers existiert ein großer Wunsch mit der unterschiedlichen Charakteristik zu kommunizieren. Die besondere Charakteristik des Berges zu entdecken heißt soviel wie die menschliche Seele zu bereichern. In früheren Zeiten haben die Alpinisten mehr als heute die besonderen Expressionen der Berge wahrgenommen. Eine Erstbegehung war einmal eine Reise in eine neue Welt mit nie gesehenen Formen und mit Überraschungen. Die Breite der Risse war wichtig, um die Holzkeile im richtigen Maße zuzuschneiden. Die Alten haben die verschiedenen Eigenschaften wahrgenommen und erforscht und in der Folge haben sie die Formen mit passenden Namen benannt. Hans Dülfer hat in der Totenkirchl Westwand vom Nasenquergang gesprochen und hat genau in einem langen Riss oberhalb der Nase einen langen Haken gesetzt. Oder in der Eiger Nordwand haben sie gesagt, dass es eine weiße Spinne oder ein Todesbiwak sei. Die Namen möchten die typische Charakteristik beschreiben. Sie sprechen vom typischen Wesen der spezifischen Form oder Erscheinung.  Mit diesen Fotos möchte ich die Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Charakteristiken der Wand auf die einzelnen Seillängen und die verschiedenen Stellen lenken. Mit dieser Aufmerksamkeit erhöht sich die Erfahrung und das alpinistische Unternehmen wird eine innigere und intensivere Begegnung. Mit offenen Augen für die Charakteristik der Tour und des Berges erkraftet die menschliche Seele. Der Weg des Mars (Via Marte) Diese Tour ist kühn, farbenprächtig und in der Linienführung sehr klassisch. Vor kurzem wurde sie mit etwas mehr Haken und Seilschlingen ausgestattet. Alle Seillängen sind gesäubert worden. Die Tour, die sich in der Gegend der Rosengartenspitze befindet, ist dennoch ernst und alpinistisch geblieben. Die Fotos zeigen unterschiedliche Charakteristiken. Rosengartenspitze Ostwand, in der schwarzen Wand verläuft die Via Marte Via Marte, der rote Fleck in der 3. Seillänge Die Kante des Pfeilers zu Beginn Man sieht die Überhänge darüber Nach dem roten Fleck folgt die silbrige Platte Ideale Risse zum Legen von Friends Die lange Querung mit einem kleinen Wasserfall Aufnehmend unter den Überhängen Vor dem Abstieg Blick gegen Bozen